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Fünf Fragen – Fünf Antworten: Die Cloud ist der Turbolader für Digitalisierung im Mittelstand!

Welche sind die neuen IT-Anforderungen, die im Kontext der Digitalisierung auf kleine, mittlere und mittelständische Unternehmen zukommen?

Veränderung im digitalen Kontext heißt auch zu erkennen, dass nicht der Kauf und Besitz von IT zählt, sondern deren flexible, bedarfsorientierte Nutzung als Werkzeug für maximale Produktivität bei optimalen Kosten.

Ich bin deshalb der Meinung, dass gerade kleine und mittlere Unternehmen die Chancen der Digitalisierung nutzen und in Sachen IT-Einsatz mehr wagen sollten. Das muss nicht die komplexe Produktionssteuerung im Sinne von Industrie 4.0 sein.

Das fängt doch schon viel „kleiner“ an, beispielsweise mit Mobile Marketing von Handel und Gastronomie, bei der Kundenbetreuung in „digitalen Räumen“, also sozialen Medien und Foren, beim Angebot von Services wie Terminkalendern, Shops oder Konfiguratoren im Internet. Das ist ja alles keine Raketentechnik, die man selber entwickeln oder besitzen muss. Das ist alles längst in der Cloud als Dienstleistung verfügbar.

Aus meiner Sicht sollten Unternehmen einfach damit beginnen, Zug um Zug die „Komplexität der Systeme“ an Dienstleister auszulagern und sich mehr um die Innovation zu kümmern, die mit professionellen Cloud-Services erreicht werden kann.

Wenn sich diese Erkenntnis in den Köpfen manifestiert, dann kann meiner Meinung nach die digitale Transformation sehr schnell zu einer echten Revolution in der Wirtschaft werden.

 

Wie entscheidend ist IT für den Erfolg der Business-Strategie mittelständischer Unternehmen heute?

Klar ist: Wir stellen heute nicht mehr die Rolle der IT als unterstützendes Element der Unternehmensprozesse in Frage.

Aber es stehen Veränderungen an, das ist so. Einerseits durch die Einführung immer komplexer werdender Systeme, die betreut und administriert werden müssen, um beispielsweise in der Fertigung schneller und flexibler auf Kundenanforderungen in Sachen Produktindividualisierung reagieren und dennoch preislich mit der Konkurrenz mithalten zu können.

Auf der anderen Seite werden sich aufgrund dieser neuen Systeme die Strukturen in und zwischen den Abteilungen ändern müssen. Fachabteilungen brauchen eine intensivere, webbasierte Collaboration untereinander, aber auch mit den IT-Verantwortlichen, die viel stärker für die vereinfachte und beschleunigte Bereitstellung der IT-Services sorgen müssen.

Und hier kommen „gute“ Cloud Services ins Spiel, die für mehr Flexibilität der IT sorgen, IT-Betriebskosten reduzieren und so Ressourcen, zum Beispiel für Investition in Innovationsprojekte, freisetzen können.

 

Braucht es im Cloud-Zeitalter noch „klassische“ IT-Abteilungen?

Interessante Frage! Grundsätzlich gilt: Auch wenn der momentane Zustand der internen IT als gut bewertet wird, heißt das nicht automatisch, dass sie für die Anforderungen der digitalen Transformation des Unternehmens gut gewappnet ist.

Für die IT-Abteilung empfiehlt es sich deshalb, ihr Rollenverständnis zu verändern: vom Umsetzer hin zum Treiber! Dafür braucht sie aber personelle und zeitliche Ressourcen, die im Rahmen eines „herkömmlichen“ IT-Betriebs oft genug durch Routineaufgaben wie Beschaffung, Installation, Betrieb und Wartung von IT-Komponenten aufgezehrt werden.

Cloud Computing löst dieses Dilemma auf, denn auf der Reise dahin kann die IT jedes Unternehmens transformiert, automatisiert, virtualisiert, zentral steuerbar, flexibel und transparent werden – sowohl im Hinblick auf die IT-Prozesse als auch auf die IT-Ressourcen.

 

Warum wird das Verlagern von Anwendungen und Prozessen in die Cloud langfristig Bestand haben?

Der Einsatz sogenannter „Low-hanging-fruit-Technologien“ – wie zum Beispiel Cloud Computing – kann schnell und messbar auf den Erfolg des Unternehmens einzahlen.

Starre Infrastrukturen, sicherheitshalber für Spitzenlasten angelegte Überkapazitäten und im Laufe der Jahre entstandene heterogene IT-Landschaften, die sich nur mühsam überwachen und lenken lassen, können mithilfe von Cloud-Technologie eliminiert werden. Das gilt für kleine Unternehmen genauso wie für große Mittelständler.

Auch der nicht mehr wegzudenkende Anspruch, von überall sicher und zuverlässig auf Anwendungen und Daten zugreifen zu können, wird so endlich erfüllbar. Und da Unternehmen heute bestrebt und herausgefordert sind, sich umfassend zu vernetzen und Prozesse zu transformieren, wird die Nachfrage nach Cloud-Services weiter steigen.

 

Wo liegen für mittelständische Unternehmen die größten Vorteile einer Cloud-Lösung gegenüber einer lokalen IT-Infrastruktur?

Mal ganz praktisch betrachtet: Wenn eine Fachabteilung eine Anforderung über einen IT-Arbeitsplatz, eine Anwendung oder mehr Rechen- beziehungsweise Speicherkapazität an die unternehmenseigene IT-Abteilung richtet, kann es bei einem traditionellen IT-Betriebsmodell schon mal zwei oder drei Wochen dauern, bis der Wunsch erfüllt ist.

Cloud Computing in Zusammenarbeit mit einem professionellen Dienstleister beschleunigt diesen Prozess. Die Bereitstellung der benötigten Services erfolgt in Minuten oder Stunden statt in Wochen oder gar Monaten. Abgerechnet wird nach Verbrauch und kostenstellengenau. Was will man mehr?