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Spricht man darüber, dass disruptive Technologien die klassische Geschäftswelt revolutionieren, dann ist man Visionär. Hält man dagegen und prophezeit, dass die Volatilität der Märkte immer unbeherrschbarer wird, dann ist man Apokalyptiker. Als Pragmatiker hingegen erkennt man schlichtweg sich kontinuierlich verändernde Geschäftsrisiken, auf die man sich bestmöglich einzustellen hat.

Der in die Zukunft blickende Mittelständler ist alles in einem: ein pragmatischer Visionär mit apokalyptischen Tendenzen in Sicherheitsfragen. Als solcher erkennt er natürlich sofort die Vorteile innovativer Ideen, setzt diese umgehend gezielt um, lokalisiert Sicherheitsrisiken, bevor sie auftreten, und beugt ihnen proaktiv vor. Fiktion oder Wirklichkeit? Mal im Ernst, niemand ist allwissend, außer vielleicht so manch ein Börsenspekulant.

Aber in der unternehmerischen Praxis wird es mit den althergebrachten Denk- und Handlungsmustern nicht wirklich leichter, mit den Evolutionssprüngen der IT mitzuhalten. Vor einigen Jahren musste man sich noch mit dem mooreschen Gesetz herumschlagen, das besagt, dass man alle zwei Jahre die firmeninterne Hardware erneuern sollte, um auf dem Stand der Technik zu bleiben.

Heute hingegen werden einem in kürzesten Abständen die neusten Innovationen „angedient“, und man weiß gar nicht, wie man dem Ganzen eigentlich noch Herr werden soll. Dabei schwindet das Interesse an PC und Co., da die Aufgaben schneller und besser mit virtualisierten IT-Ressourcen erledigt werden. Die Rechenleistung des Arbeitsgeräts, vor dem man sitzt, fällt heute also kaum noch ins Gewicht.

Das unternehmerische Augenmerk muss sich von veralteten Ansichten lösen!

Noch nie zuvor war die Informations- und Kommunikationstechnologie für den Erfolg der Business-Strategie von mittelständischen Unternehmen so entscheidend wie heute!

Laut einem Langzeittest von techconsult und HP zeigten 2012 hauptsächlich die großen Mittelständler mit 500 und mehr Mitarbeitern starkes Interesse für die „Big Four“ der IT-Industrie – Cloud Computing, Big Data, Mobility und Social Business. 2013 haben sich nun auch die kleineren Unternehmen mit einer Größe von ca. 100 Mitarbeitern dem Trend angenähert. Der Weg zu einer selbstverständlichen Nutzung dieser o. g. „neuen Technologien“ scheint trotz allem in vielen Köpfen noch steinig zu sein und nicht jeder geht mit. Aber wenn nicht jetzt, wann dann? Es ergibt Sinn, sich den Early Adopters, den Innovationstreibern, den Mutigen anzuschließen, um von den unbestreitbaren Vorteilen der „Big Four“ zu partizipieren!

Ein kurzer Blick auf Europa ist an dieser Stelle sinnvoll. Deutschland zeigt sich hier als das Dorf voller unbeugsamer Business-Gallier, die erfolgreich gegen das Ungetüm Wirtschaftskrise vorgehen. Nichtsdestotrotz muss man konsequent über den Tellerrand blicken und die internationalen Wachstumsmärkte annehmen, um das eigene Unternehmen so breit und robust als möglich aufzustellen. Der Zaubertrank heißt in diesem Falle „IT“, und diesen gilt es, bestmöglich einzusetzen!

Tun, was getan werden muss!

Die internationalen Märkte vernetzen sich zunehmend und werden damit extrem beschleunigt.

Nachteil: Die Volatilität steigt und damit auch die Anforderungen an die marktteilnehmenden Unternehmen.

Vorteil: Neue Kundenpotenziale tun sich auf und können von innovativen, agilen Unternehmen besser bedient werden als von Unternehmen, die in alten Mustern denken und handeln.

Es gilt also, schnell und flexibel die Wünsche seiner Kunden zu erfüllen, dafür die internen Geschäftsprozesse zu optimieren und seinen Mitarbeitern größtmöglichen Handlungsspielraum zu bieten. Dazu braucht es das richtige IT-Werkzeug, das – kurz gesprochen – in Form der „Big Four“ zur Verfügung steht.

Cloud Computing: Agiler und schneller geht’s kaum

Durch ihre hochflexible Allgegenwärtigkeit und die unzähligen mobilen Einsatzmöglichkeiten bringt die Cloud einem Unternehmen genau den Vorsprung, der anderen Mitbewerbern häufig noch fehlt.

Dies haben vor allem große Unternehmen wie beispielsweise die Automobilindustrie verstanden, die Cloud Computing als umfangreiche Erweiterung ihrer Wertschöpfungskette nutzen. Heute laufen zum Beispiel Designentwicklungen rund um den Globus 7 Tage die Woche, 24 Stunden am Tag. Sprich, man gibt die Aufgaben am Ende der „Schicht“ einfach an die nächste Abteilung weiter. So folgen die Arbeitsprozesse quasi der Sonne. Agiler und dynamischer geht´s derzeit kaum.

Big Data: Unstrukturierte Daten waren gestern

Hinter der Wortschöpfung „Big Data“ verbergen sich Unmengen an bisher unstrukturierten Daten, die ein gigantisches Potenzial für interne wie auch externe Optimierungsansätze bieten.

Auf Firmenwebsites und in Shop­systemen kann das Klickverhalten der Kunden nachverfolgt und daraus Rückschlüsse auf deren Wünsche gezogen werden. Echtzeitdaten können in Arbeitsabläufe integriert, verarbeitet und ausgewertet werden, um damit beispielsweise das Qualitätsmanagement zu verbessern.

Mobility: Alles verschmilzt

Mobility kann als „verbindender Faktor“ für die Cloud und Big Data verstanden werden.

Durch die Flexibilisierung von Prozessabläufen können bisher starre und isolierte Arbeitsprozesse dynamischer gestaltet werden. Seien es simple Anwendungen wie die Abfrage der Geschäfts-E-Mails, der Zugriff auf benötigte Daten, zum Beispiel aus der Private Cloud – das mobile Endgerät macht Zu- und Eingriffe immer und überall möglich.

Social Business: Der geschäftliche Mehrwert ist Fakt

Erste Liga Fußball gegen Schulsport, so lässt sich der Unterschied zwischen dem geschäftlich strategischen Einsatz von Social Business und Social Media vergleichen.

Plattformen wie Twitter, XING und Facebook werden zu geschäftlichen Alleinstellungsmerkmalen, hinter denen in immer mehr Unternehmen bereits eigene Abteilungen stecken. Sie sind nicht mehr nur „nette“ Mitteilungsplattformen für die Community, sondern werden mit Tools gekoppelt, die via dezidierter Auswertungen Informationen über die User sammeln, virale Aktivitäten streuen, deren Effekte bewerten und damit die Reichweite und Einflussnahme von Unternehmen maßgeblich vergrößern und so auch messbar den Umsatz steigern. Faszinierend dabei ist, dass der geschäftliche Mehrwert den Einsatz der dafür erforderlichen finanziellen Ressourcen deutlich übersteigt.

Das Abstreifen konservativer Denkweisen tut not!

Die Welt dreht sich gefühlt immer schneller. Die Risiken ändern sich, aber die sich auftuenden Chancen überwiegen.

Die oben beschriebene, in vielen Unternehmen noch vorhandene „IT-Starre“ darf nicht zum Erfolgsvermeider des Unternehmens werden. Die „Big Four“ müssen somit als Business-Treiber und Erfolgsfaktoren gleichermaßen verstanden werden – nicht mehr und nicht weniger.